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DR. PETER EULER NEUER CHEFARZT DER SCHLOSSKLINIK ROTTENBURG — Ein Glücksfall für die Altersmedizin

Bildtext: Mit Feinfühligkeit, Einfühlungsvermögen, Verständnis und auf Augenhöhe möchte der neue Chefarzt Dr. Peter Euler seinen Patienten begegnen.

 

Ein Glücksfall für die Altersmedizin

Dr. Peter Euler ist seit Jahresbeginn neuer Chefarzt der Schlossklinik Rottenburg

 

Rottenburg. Empathie, Geduld, Leidensfähigkeit und Überzeugung – diese Eigenschaften beschreiben den neuen Chefarzt der Schlossklinik Rottenburg, Dr. Peter Euler. Mehrere Jahre lang war der Internist und Neurologe in führenden Positionen an verschiedenen Kliniken tätig und hat Abteilungen für Altersmedizin aufgebaut. Nach einem Jahr als Oberarzt an der Schlossklinik Rottenburg hat er nun zum Jahreswechsel die Position des Chefarztes übernommen. „In der Schlossklinik wird spürbar, dass Geriatrie mit Herzblut betrieben wird“, sagt Dr. Euler und freut sich auf seine neuen Aufgaben.

„Ich habe es immer gerne gemacht – obwohl ich anfangs von Kollegen für mein Fach Altersmedizin belächelt wurde“, antwortet Dr. Peter Euler auf die Frage, warum er seinen Schwerpunkt in der Geriatrie gesetzt hat. Die Altersmedizin ist eine junge Disziplin: Ende der 80er Jahre entstanden in Bayern die ersten Ideen für Geriatrie, im Jahr 1994 ging die erste bayerische Klinik für geriatrische Rehabilitation in Betrieb, nämlich am Standort Rottenburg. „Mit der Zeit hat man erkannt, dass die Versorgung des Patienten nicht nach der Akutbehandlung abgeschlossen ist, sondern dass besonders ältere Menschen darüber hinaus Unterstützung benötigen“, so Dr. Euler. Inzwischen sei man so weit, dass immer mehr geriatrische Konzepte Einzug in den Akutkrankenhäusern halten – so auch am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

Dr. Euler sieht sich in gewisser Weise als „Hausarzt der stationären Versorgung“: Er arbeitet gerne mit den verschiedenen Fachabteilungen zusammen, behält aber den Überblick über den „gesamten Patienten“ – der Internist und Neurologe hat nicht nur ein Augenmerk für akute Erkrankungen, sondern auch für altersbedingte Schwächen des Patienten sowie sein soziales Umfeld. „Unser Ziel ist es, nach erfolgreicher Akutbehandlung unter Berücksichtigung der Multimorbidität, die Alltagskompetenz in einem realistischen Rahmen wiederherzustellen“, sagt Dr. Euler. Viele ältere Patienten hätten nach einer akuten Erkrankung den Lebensmut verloren, weil sie befürchten, nicht mehr auf die Beine zu kommen. „Diesen Patienten muss man geduldig erklären, sie aufbauen und motivieren, dass durch eine geriatrische Betreuung Möglichkeiten bestehen, nach Hause zurück zu kehren und fast das gleiche Leben wie zuvor zu führen“, so Dr. Euler. Insgesamt werden rund 85 Prozent der Reha-Patienten nach erfolgreicher Behandlung nach Hause entlassen.

Warum sich Dr. Euler für die Geriatrie berufen fühlt? „Die älteren Menschen sind dankbar für die Unterstützung, die sie in dieser ausweglosen Situation erhalten“, sagt er. Mit Feinfühligkeit, Einfühlungsvermögen, Verständnis und immer auf Augenhöhe möchte er den älteren Patienten begegnen und diese auf ihrem Weg zurück in den Alltag begleiten. Eine weitere Aufgabe sieht der 56-jährige in der Weiterentwicklung der Geriatrie sowie in einer noch stärkeren Zusammenarbeit und Verzahnung mit anderen Fachbereichen. „Die Anzahl älterer Menschen und damit auch die Nachfrage nach geriatrischen Konzepten wird in den nächsten Jahren weiter steigen“, erklärt Dr. Euler. „Nur gemeinsam können wir diese Herausforderung zum Wohl der Patienten meistern.“

Der gebürtige Rheinländer, der wegen der Liebe nach Bayern gezogen ist und nun in Regensburg wohnt, ist nicht nur im Beruf viel in Bewegung, sondern auch im Privatleben. In seiner Freizeit arbeitet der 56-jährige gerne im Garten, geht viel Spazieren und macht Touren mit seinem Mountainbike.

 

 

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

 

 

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