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Corona-infizierte Reiserückkehrer sorgen für steigende Inzidenzen

Staatliches Gesundheitsamt und Schulämter bauen intensives Testkonzept aus

Nachdem zuletzt ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen war, sind laut dem Robert-Koch-Institut über das Wochenende die 7-Tages-Inzidenzen sowohl in Stadt (91,3) als auch Landkreis Landshut (56,9) wieder angestiegen. Grund dafür war eine erhöhte Anzahl von Reiserückkehrern, vornehmlich aus Osteuropa, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Dabei sind ganze Familien betroffen, sodass in diesem Zusammenhang über das Wochenende rund 15 Neuinfektionen verzeichnet wurden – zum Teil handelt es sich dabei um Infektionen mit der britischen Virusmutation. Hinzu kommen weiter positive Befunde von Personen ohne Reisehintergrund.

Die Rückkehr aus dem Ausland ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass ab der kommenden Woche wieder der Präsenzunterricht mindestens im Wechsel an den Grundschulen beginnen soll – Voraussetzung dafür ist, dass die Inzidenz unter der Marke von 100 bleibt. Viele Familien haben den ortsungebundenen Distanzunterricht in ihren Heimatländern absolviert und kommen nun nach Deutschland zurück.

Da bereits nach den Sommerferien im vergangenen Jahr eine ähnliche Situation aufgetreten war, setzen das Gesundheitsamt und die Staatlichen Schulämter Landshut auf ein breit angelegtes Testkonzept. Denn nur durch eine breite Unterstützung und eine stringente Testung kann das Infektionsgeschehen eingedämmt werden. Die Schulleiter werden die Eltern eingehend über Testmöglichkeiten informieren.

Hier wird vor allem die gemeinsame Teststation von Stadt und Landkreis am Landshuter Messegelände (Niedermayerstr. 100, Landshut) eine tragende Rolle spielen. An der Teststation können kurzfristig weitere Kapazitäten hochgefahren werden, sodass bis zu 700 Tests pro Tag möglich sind. Eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich und kann unter https://www.landshut-baut.de/coronateststation/ vorgenommen werden. Die Abstriche werden im bewährten „Drive-In“-Verfahren genommen: Die Testpersonen bleiben während der gesamten Probenentnahme in ihrem Auto sitzen. Die Auswertung dauert bis zu 48 Stunden. Zusätzlich sind Tests nach Vereinbarung mit dem Hausarzt möglich. Weitere flächendeckende Konzepte sind derzeit in Planung. 

Unabhängig davon gilt weiterhin die Einreisequarantäneverordnung fort, sodass laut dem Bayerischen Innenministerium und Gesundheitsministerium folgende Bestimmungen gelten: „Jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet nach Bayern einreist, muss entweder schon bei der Einreise einen negativen Test vorweisen oder umgehend zum Testen gehen. Dazu stehen die Testzentren an den Flughäfen oder die kommunalen Zentren bereit.

Ab 23. Dezember 2020 müssen alle Rückkehrer aus Risikogebieten ein negatives Testergebnis innerhalb von 72 Stunden nach Einreise beim zuständigen Gesundheitsamt vorlegen. Idealerweise sollte der Test schon im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Bayern.“ (Quelle: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php) Zusätzlich müssen sich die Reiserückkehrer unter https://www.einreiseanmeldung.de registrieren. Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Corona/WichtigeInfos-Links.aspx.

Da die 7-Tages-Inzidenzen aber weiter unter der Hotspot-Grenze von 100 liegen, ist seit heute die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben – das Verlassen des eigenen Hauses bzw. der Wohnung ist nun auch nachts im Rahmen der allgemein gültigen Ausgangsbeschränkungen möglich.

Aktuell verwaltet das Gesundheitsamt 392 laufende Corona-Infektionen (+ 18), die Zahl der Indexfälle (aller seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Infektionen) ist auf 7 645 angestiegen. Davon konnten 7014 bereits aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden (+ 50). Zudem wurden drei Todesfälle gemeldet, insgesamt 239 Personen sind bislang in Zusammenhang mit SARS-CoV2 verstorben.

In den regionalen Krankenhäusern ist die Lage relativ konstant: Aktuell werden 21 Corona-Patienten auf den Normalstationen isoliert (-5), acht müssen intensivmedizinisch betreut werden (+ 4) (Stand: 15. Februar 2021).  

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