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Breitbandausbau, Städtebau, Dorferneuerung und Hochwasserschutz 

Bürgermeister Florian Hölzl und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (beide CSU) sprachen über die Entwicklung des Marktes Pfeffenhausen und die vom Freistaat geförderten Projekte im Gemeindegebiet.
Foto: René Spanier

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier bei Bürgermeister Florian Hölzl

Pfeffenhausen. „Wir sind in der Corona-Pandemie jeden Tag gefordert und müssen gleichzeitig viele Projekte voranbringen“, schilderte der neue Pfeffenhausener Bürgermeister Florian Hölzl (CSU) dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) bei dessen Besuch im Rathaus. Zur Sprache kamen die zahlreichen Vorhaben der Gemeinde – und die Unterstützungsmöglichkeiten durch den Freistaat.

 Trotz Corona gehe vieles voran, unterstrich Bürgermeister Florian Hölzl. So etwa beim Breitbandausbau: Für rund 100 bisher unversorgte Anwesen zeichnet sich eine Lösung ab. Der Markt stieg gleich zu Beginn dieser Wahlperiode in das Bundesbreitbandförderprogramm ein. Dank der Förderung von Bund und Freistaat winkt eine Förderung von 90 Prozent. „Wir haben bereits die Markterkundung durchgeführt und seit wenigen Tagen die Zulassung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur in Händen. Damit können wir nun in die Ausschreibung für das rund 5,5 Millionen schwere Zukunftsprojekt gehen“, so Hölzl.

Erfreut nahm Helmut Radlmeier zur Kenntnis, dass sich auch die Mobilfunksituation verbessern wird. Unter anderem soll ein Sendestandort im Ortsbereich Oberlauterbach in Betrieb genommen werden. Das Grundstück hierfür hat sich der Betreiber bereits gesichert. „Damit wird sich die Versorgung erheblich verbessern. Ärgerlich ist aber, dass von der Ankündigung bis zur Umsetzung durch den Telekommunikationsbetreiber derart viel Zeit verstreicht“, so Hölzl. Zunächst sah es allerdings nicht danach aus, dass überhaupt eine eigenwirtschaftliche Lösung zustande kommt, erinnerten sich beiden Gesprächspartner. Das änderte sich aber, als der Freistaat Bayern ein Förderprogramm für Mobilfunkmasten startete, bei dem Kommunen selbst Masten aufstellen können. „Wir als Gemeinde haben hier unser Interesse bekundet“, erläuterte Hölzl. Durch den dadurch gestiegenen Druck hätten sich die Anbieter bewegt.

Stärkung der Kernlagen

Mithilfe des Freistaates soll es auch an anderer Stelle im Markt vorangehen: „Mir ist es ein großes Anliegen, den Marktkern und gleichzeitig die Dorfmitten zu stärken. Hierfür schweben dem Rathauschef Kooperationen mit der Städtebauförderung und der ländlichen Entwicklung vor. „Ich möchte öffentliche Einrichtungen wie die Bücherei in die Mitte des Marktes holen“, schilderte Hölzl beispielhaft. Eingebettet werden sollen diese Überlegungen in einen größeren Rahmen: Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wird die Marktgemeinde ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeiten, welches vom Freistaat gefördert wird. „Die Erstellung eines ISEK ist ein sinnvoller Schritt, weil man dadurch die Potenziale eines Ortsteils umfassend betrachtet“, betonte Radlmeier.

Hochwasserschutz verbessert

Ein großes Augenmerk liegt des Weiteren auf dem Hochwasserschutz: Im Elfinger Tal soll nächstes Jahr ein Hochwasserschutzbecken mit einem Volumen von rund 21.600 Kubikmeter errichtet werden. In diesem Zusammenhang werde man auch den Hornbach zwischen Nieder- und Oberhornbach sowie den Lauterbach bei Thonhausen ökologisch aufwerten. Dafür stehen Fördermittel in der Größenordnung von 65 % vom Freistaat in Aussicht, der entsprechende Antrag sei bereits gestellt worden, so Hölzl. Weiter wolle man den Hochwasserschutz entlang des Hornbachs und des Baldershausener Grabens bei Oberlauterbach in dieser Wahlperiode vorantreiben. Weil Oberlauterbach auch als Starkregen-Hotspot gilt, soll nach einem kürzlich im Marktgemeinderat gefassten Beschluss ein ebenfalls gefördertes Sturzflutrisikomanagement-Konzept erstellt werden. „Wir wollen nicht nur das Hochwasser entlang des Gewässers in Augenschein nehmen, sondern auch das wild abfließende Wasser“, berichtete Hölzl.

Unterstützung erhofft sich der Bürgermeister ferner bei weiteren Projekten: Dem Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen will man mit dem Bau eines Kinderhauses begegnen. Außerdem brauche man mehr Kapazitäten in den Turnhallen des Marktes. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Florian Hölzl vereinbarten, hierzu im engen Dialog zu bleiben. „Es freut mich, dass trotz Kommunalwahl und Corona die positive Entwicklung des Marktes nahtlos voranschreitet. Diesen Prozess unterstütze ich als Abgeordneter gerne“, hielt Radlmeier fest.

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