Home Allgemein SITZUNG DES BERUFSSCHULBEIRATES: Die Staatliche Berufsschule 2 Landshut stellt sich neuen Herausforderungen

SITZUNG DES BERUFSSCHULBEIRATES: Die Staatliche Berufsschule 2 Landshut stellt sich neuen Herausforderungen

Sitzung des Berufsschulbeirates: Die Staatliche Berufsschule 2 Landshut stellt sich neuen Herausforderungen

Vorsitzender Peter Dreier blickte gemeinsam mit Schulleiterin Elisabeth Wittmann zurück auf das vergangene Schuljahr

Kurz vor Beginn der Sommerferien kam der Berufsschulbeirat der Berufsschule 2 zu seiner turnusgemäßen Sitzung zusammen. Landrat Peter Dreier begrüßte als neuer erster Vorsitzender die Schulleitung, die Vertreter der Stadt, des Landkreises, der Betriebe und Kammern, die Elternvertreter und Lehrer sowie die Vertreter der Arbeitsagentur.

Der Schuljahresrückblick, den Landrat Dreier zusammen mit der Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Elisabeth Wittmann, präsentierte, zeigte die vielfältigen schulischen und außerschulischen Aktivitäten der Berufsschule 2. Besonders hervorzuheben sind hier die Amtseinführung der neuen Schulleiterin, die Besuche von MdL Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier, der Schulabteilung der Regierung von Niederbayern und der Vortrag von MdEP Manfred Weber über die Europäische Union. Diese und viele weitere Vorträge, Projekte und Aktivitäten wurden im umfangreichen Jahresbericht der Schule ausführlich dargestellt.

Zum zweiten Mal wurde ein mehrwöchiges Malta-Praktikum zur Sprachkompetenzerweiterung, das vor allem die Fremdsprachenindustriekaufleute nutzten, von der Schule angeboten. Der erste, sehr erfolgreiche Jahrgang dieser Kombination

der Ausbildung zu Industriekaufleuten und der Weiterbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten wurde nun verabschiedet.

Auch die Berufsintegrationsklassen, in denen derzeit hauptsächlich syrische und afghanische Flüchtlinge beschult werden, stellen eine besondere Herausforderung dar. Ziel ist hierbei, die Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache zu fördern und eine Ausbildungsreife zu erreichen. Von Seiten der Wirtschaft besteht enorme Nachfrage, sodass die meisten Absolventen einen Ausbildungsplatz in Aussicht haben.

Das so genannte „Landshuter Modell“ als ausbildungsbegleitende Studienmöglichkeit hat sich im vergangenen Schuljahr ebenfalls weiter etabliert: „Das Duale Studium Steuern in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut stellt ein einzigartiges Angebot dar, das im vergangenen Schuljahr noch weiter für die Ausbildungsbetriebe und Schüler optimiert wurde“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin, Studiendirektorin Tanja Zeis. Innerhalb von vier Jahren können sowohl der Abschluss zum Steuerfachangestellten als auch das Bachelorstudium Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Steuern erreicht werden.

Nicht nur in diesem Punkt zeigt sich die hohe inhaltliche Qualität der Berufsschule 2: Als eine von 40 bayerischen Schulen wurde sie für die „QmbS-Nachhaltigkeits-offensive“ ausgewählt. Die Schulentwicklung und das Qualitätsmanagement sollen hier im zukunftsorientierten Handlungsfeld Digitalisierung vorangetrieben werden. Bereits eingeführte Initiativen und Projekte werden hier zusammengeführt, systematisiert und weiter ausgebaut. Unter anderem steht im kommenden Schuljahr die Einführung des elektronischen Klassenbuches auf dem Plan, bei dem die Lehrerinnen und Lehrer per PC die Anwesenheit der Schüler und die im Unterricht behandelten Themen eintragen können. Schulleiterin Wittmann dankte in diesem Zusammenhang dem Zweckverband berufliche Schulen Landshut für die sehr gute EDV-Ausstattung, die hierfür eine unabdingbare Voraussetzung ist. Landrat Dreier sicherte wohlwollende Unterstützung für erforderliche Neu- und Ersatzbeschaffungen zu.

Im Anschluss berichtete Jochen Weber von der Arbeitsagentur Landshut-Pfarrkirchen von der aktuellen Situation am regionalen Ausbildungsmarkt. Für Bewerber sei derzeit eine sehr günstige Situation, für Betriebe und bestimmte Branchen werde es sehr hart werden, meinte Weber. Bei weitem seien noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Rechnerisch stehen momentan für jeden Ausbildungsplatzsuchenden noch 2,2 offene Stellen in teils attraktiven Berufen zur Verfügung. In der abschließenden Diskussion zu dieser Thematik waren sich die Anwesenden einig, dass es unbedingt notwendig sei, die Wertigkeit und das Ansehen der dualen Ausbildung zu stärken.

Anlage: Ließen bei der letzten Berufsschulbeiratssitzung das vergangene Schuljahr Revue passieren:

  1. Reihe (v.l.) Josef Bauer, Hermann Furthmeier, Christian Loher, Daniela Welzel, Jochen Weber, Josef Kaltenbacher, Ludwig Huber, Elisabeth Dinauer, Kai Gebhardt, Martin Strehler
  2. Reihe (v.l.) Tanja Zeis, Elisabeth Wittmann, Landrat Peter Dreier, 3. Bürgermeister der Stadt Landshut, Erwin Schneck, Stefanie Sixt-Pelz