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WELTLICHE- UND KIRCHLICHE EINWEIHUNG DER „NEUEN LANDSHUTER NEUSTADT“ — OB Alexander Putz, Stiftsprobst Dr. Franz Josef Baur und Pfarrerin Susanne waren Akteure der Einweihung

WELTLICHE UND KIRCHLICHE EINWEIHUNG DER „NEUEN LANDSHUTER NEUSTADT“

OB Alexander Putz, Siftsprobst Dr. Franz Josef Baur und Pfarrerin Susanne Gloßner waren Akteure der Einweihung

 

OB Alexander Putz bei seiner Begrüßungsrede

 

Viele Bürger der Stadt Landshut fanden sich bei gutem Wetter in der neugestalteten Landshuter Neustadt ein, den Tag der Einweihung feierlich zu begehen. In seiner Eröffnungsrede begrüßte Oberbürgermeister Alexander Putz den Regierungspräsidenten Rainer Haselbeck und alle Vertreter der Regierung von Niederbayern, alle anwesenden Stadträte, Mandatsträger, Stiftsprobst Monsignore Dr. Franz-Josef Baur und Pfarrerin Susanne Gloßner. Als Vertreter des Verkehrsvereins begrüßte er Raimund Hackl, sämtliche Vertreter der Ämter der Stadt Landshut die ihren Beitrag geleistet haben, dieses wunderbare Ergebnis zu erzielen, das heute gefeiert werden konnte. Ein besonderer Gruß galt den Hausherren der Neustadt, die Eigentümer, die Anwohner und Geschäftsleute.

Die Neustadt sei eine der ältesten und markantesten Straßenzüge unserer Stadt, so OB Putz. Ihre Entstehung verdankt sie einem Umstand, der uns auch heute sehr geläufig sei: Landshut zum Ende des 12. Jahrhunderts „boomte“ und konnte sich vor Zuzug kaum retten. Deshalb wurde kurzerhand ein neuer Straßenzug parallel zur bestehenden Altstadt errichtet. Es siedelten sich Handwerker an, und die Straße wurde als Marktplatz konzipiert. Die Neustadt wurde und wird bis heute als Marktplatz genutzt,

Dieser „Platzcharakter“ ist auch städtebaulich bemerkenswert, denn diese breite, gerade Straße, die zwar eine großartige Sichtachse zur Burg Trausnitz bietet, geht dann ziemlich unspektakulär in die schmale Spiegelgasse oder die Ursulinenenge über.

Ab 1631 siedelten sich die Jesuiten in der Oberen Neustadt an. Im Süden ist sie also mit der Kirche St. Ignatius und der Klosteranlage (heute Polizei) begrenzt. Die Neustadt ist eine Straße, die in ihrer Vergangenheit mit sehr viel Leben gefüllt war und die Stadt sieht sich selbstverständlich in dieser Hinsicht in der Verantwortung. Diese Straße war über die Jahrhunderte eine Lebensader der Stadt und soll es auch bleiben.

Mit der Entscheidung zum Ausbau einer Fernwärmeversorgung mit Erschließung des historischen Zentrums im Jahre 2011, war auch eine Diskussion um eine gleichzeitige Neugestaltung der betroffenen Straßenräume, eröffnet.

Dazu hatte es bereits 2010 ein Mediationsverfahren gegeben, an dem sich 30 Vertreter verschiedener betroffener Gruppen in mehreren Workshops beteiligten. Gemeinsam mit der Verwaltung wurden Lösungsansätze erarbeitet und die Chance zur Umsetzung der Sanierungsziele durch Anpassung von Gassen und die Neustadt an zeitgemäße Bedürfnisse, rückte in greifbare Nähe.

An dieser Stelle dankte OB Putz seinem Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters Hans Rampf. Die Sanierung der Neustadt sei eigentlich sein Kind, denn sie fiel in seine Amtszeit. Er hat die Einführung der Fernwärme und die Sanierung der Neustadt nach Kräften gefördert und in seiner Amtszeit durch alle Höhen und Tiefen begleitet.

Im Jahre 2014 begann im Auftrag der Stadtwerke Landshut die Leitungsverlegung über die untere Neustadt in die Herrengasse. Sukzessive folgten die anderen Gassen, zuletzt 2015 die Neustadt selbst. Insgesamt investierten die Stadtwerke rund 2 Millionen Euro in die Infrastruktur der Neustadt und damit in die Versorgungssicherheit der Bürger.

Umfangreiche Informationsarbeit auf Bauherrenseite und ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft der örtlichen Bauleitung für die Anliegen der betroffenen Anwohner halfen sehr, bei der Bewältigung der Aufgabe. Allen Beteiligten, insbesondere auch den Geschäftsleuten und Anwohnern gebührt großer Dank für die Geduld und das gute Miteinander.

„Unsere Neustadt“ so Putz, sei jetzt multifunktional, d.h., durch die Reduzierung der Fahrbahnbreite ist eine Zone entstanden, die flexibel für verschiedene Zwecke genutzt werden kann. Auch für Betreiber und Besucher des Wochenmarktes ist die Niveaugleichheit eine Erleichterung. Zusätzliche Unterfluranschlüsse eröffnen Erweiterungsmöglichkeiten des Marktes in Richtung obere Stadt. Die Neustadt sei inzwischen ein Vorbild für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Nicht zuletzt sei die „Neue Neustadt“ nutzerfreundlich. Die Fußgängerquerungen an den Einmündungen der Gassen aus lärmdämpfendem geschnittenem Granitkleinstein, dokumentieren den gewünschten Vorrang der Passanten und fördern die Sicherheit.

„Die Neustadt kann sich sehen lassen“, meinte OB Putz und wird deshalb auch lichttechnisch in Szene gesetzt. Zweireihig angeordnete Leuchten ersetzen die bisher mittig angebrachten wuchtigen Kofferleuchten und erhellen Straßenraum und Fassaden mit moderner LED-Technik. Bei der Anordnung wurde eine Blendenwirkung vermieden.

Mit dem heutigen Fest will der Oberbürgermeister den Landshutern und den Gästen aus dem Umland die neu gestaltete Neustadt präsentieren als einen Ort, an dem man sich gerne aufhält, zum Kaffeetrinken, zum Eis essen, zum Einkaufen oder zum Flanieren.

Alexander Putz wünschte ein schönes Fest und dankte allen, die mit Ideen und Engagement zu seinem Gelingen beitrugen, insbesondere dem Team vom Amt für Tourismus und Marketing unter der Federführung von Kurt Weinzierl, allen Gastronomen der Neustadt sowie den Live-Acts auf der Bühne und auf der Straße.

 

hjl

 

Eindrücke des Tages in Bildern:

 

 

Fotos: Lodermeier

 

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