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7-Tage-Inzidenz steigt weiter an: Grenzwert von 50 wird morgen wohl den dritten Tag in Folge überschritten

PRESSEMITTEILUNG 09.03.2021
Gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darf der Einzelhandel deswegen ab Freitag für Kunden voraussichtlich nur noch nach Terminvereinbarung öffnen
In der Stadt Landshut steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag sie am Dienstagmorgen bei 73,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und damit zum zweiten Mal in Folge deutlich über der kritischen Marke von 50. Für den Mittwoch ist den Prognosen des Staatlichen Gesundheitsamts zufolge keine Besserung zu erwarten: Weil dann nur ein Fall fristgerecht aus der Berechnung gestrichen werden kann, aber bereits bis 13 Uhr neun Neuinfektionen gemeldet wurden, steht schon jetzt fest, dass die 7-Tage-Inzidenz morgen erneut ansteigen und den dritten Tag in Folge den Grenzwert überschreiten wird. Damit müssen für das Stadtgebiet gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit Wirkung zum Freitag wieder strengere Corona-Regeln in Kraft gesetzt werden. „Die dafür formell nötige amtliche Bekanntmachung kann zwar aus Rechtsgründen erst morgen nach Vorliegen des verbindlichen, vom RKI festgestellten Inzidenzwerts erfolgen“, stellt Oberbürgermeister Alexander Putz fest. „Weil ein Unterschreiten des Grenzwerts aber laut Gesundheitsamt ausgeschlossen und eine Verschärfung der Maßnahmen folglich unausweichlich ist, halte ich es angesichts der erheblichen Auswirkungen für richtig und notwendig, unsere Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt unsere Einzelhändler so früh wie möglich vorzuwarnen.“
Konkret gelten nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums in Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen mindestens drei Tage in Folge, also „stabil“, eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 besteht, folgende inzidenzabhängige Regeln:
Öffnung des Einzelhandels für Terminshopping-Angebote („Click & meet“), wobei eine Kundin oder ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum mit Kontaktnachverfolgung zugelassen werden kann.
Öffnung von Museen, Galerien sowie gegebenenfalls zoologischer und botanischer Gärten sowie Gedenkstätten für Besucher mit vorheriger Terminbuchung und Kontaktnachverfolgung
Individualsport
 mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren im Außenbereich auch auf Außensportanlagen.
Keine Veränderungen ergeben sich ab Freitag für Buchhandlungen: Sie dürfen weiter öffnen, sofern sie entsprechende Hygienekonzepte aufweisen und sicherstellen, dass auf Kunden je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche entfallen (sofern die Verkaufsfläche kleiner als 800 Quadratmeter ist, ab 800 Quadratmetern Flächen sind 20 Quadratmeter pro Kunde zu gewährleisten). Unter gleichen Voraussetzungen können weiterhin auch Büchereien, Archive und Bibliotheken öffnen. 
Die oben genannten, neuen Regelungen gelten, solange die 7-Tage-Inzidenz nicht an drei Tagen in Folge über den Grenzwert von 100 steigt beziehungsweise die Marke von 50 unterschreitet. Sollte einer der beiden Fälle eintreten bzw. diese Entwicklung sicher absehbar sein, wird die Stadt Landshut darüber und über die dann in Kraft zu setzenden, strengeren Maßnahmen wieder unverzüglich informieren.
Keine Verschärfungen bringt der Inzidenz-Anstieg hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen mit sich. So sind auch ab Freitag private Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich, wobei die Teilnehmerzahl auf maximal fünf Personen begrenzt ist. Kinder bis 14 Jahre werden dabei jeweils nicht mitgezählt. Welche Regeln in Kitas und vor allem auch in Schulen für die gesamte kommende Woche gelten, wird gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erst am Freitag auf Basis der dann aktuellen 7-Tage-Inzidenz festgelegt. Die Stadt Landshut wird darüber die Schulen und Kindertagesstätten direkt sowie über ihre Homepage, die Sozialen Medien und per Pressemitteilung selbstverständlich auch die Öffentlichkeit umgehend informieren.
Oberbürgermeister Alexander Putz bedauert die kommenden Regelverschärfungen sehr. „Mir tun vor allem die von der Pandemie ohnehin schwer getroffenen Einzelhändler leid, die nach nur vier Tagen relativer Normalität gleich wieder harte Einschränkungen für ihren Geschäftsbetrieb hinnehmen müssen. Diese Entwicklung war bereits am Sonntag absehbar, deswegen hatte ich die weitreichenden Öffnungen damals schon als unlogisch bezeichnet. Dass wir nach so kurzer Zeit nun wieder den Schritt zurück machen müssen, führt uns die Schwächen der von Bund und Ländern vereinbarten, allein auf der stark schwankenden 7-Tage-Inzidenz beruhenden Öffnungsstrategie noch einmal schmerzhaft vor Augen“, sagt der Rathauschef. Seine Kritik beziehe sich jedoch nicht auf die Infektionsschutzmaßnahmen an sich. Ganz im Gegenteil: „Es ist richtig, auf das aufflammende Infektionsgeschehen zu reagieren. Das gilt umso mehr, als auch die Zahl der wegen Covid-19 in den regionalen Krankenhäusern behandelten Patienten insbesondere auf den Intensivstation zuletzt wieder deutlich zugenommen hat“, betont Putz. „Ich bitte deswegen alle Bürgerinnen und Bürger einmal mehr: Befolgen Sie die bekannten Abstands- und Hygieneregeln, beschränken Sie Sozialkontakte auf das notwendige Maß, schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen. Halten Sie bitte trotz der verständlichen Pandemie-Müdigkeit durch.“ Schließlich sei das Licht am Ende des Tunnels mittlerweile deutlich sichtbar: „Die Impfkampagne nimmt endlich Tempo auf. Diese Impfungen sind unser Trumpf im Kampf gegen das Coronavirus: Sie werden uns Stück für Stück die ersehnte Rückkehr in ein normales Alltagsleben ermöglichen.“

Grafik: Stadt Landshut

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