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“Gutmenschen” kontra “Saubermänner”

“Gutmenschen” kontra “Saubermänner”
Ich möchte Herrn Haberberger zu seiner Abschlussarbeit für die Prüfung zum Gutmenschen, veröffentlicht als Leserbrief in der LZ am 17.10.2012 herzlich gratulieren. Säße ich im Prüfungsausschuss, würde Ihre Arbeit mit summa cum laude, mit höchstem Lob ausgezeichnet, denn dieser Leserbrief zeigt, dass der Verfasser alle Attribute besitzt, die einen Bilderbuch-Gutmenschen auszeichnen:

1. Eine Problematik wird negiert, weil man davon nicht unmittelbar betroffen ist
2. Man trägt mit seinen Meinungsäußerungen dazu bei, dass bestimmte Fehlentwicklungen weiterhin ungebremst fortschreiten können
3. Man schwingt die “Rechte Keule” gegen jeden, der auf diese Fehlentwicklungen hinweist

Besonders beliebt sind bei den Gutmenschen in diesem Zusammenhang die Formulierungen “dumpfe Ressentiments” und “hetzerischer Rassissmus”, die sich natürlich auch im genannten Leserbrief finden. Dass die noch üblichen “dumpfen Stammtischparolen” vergessen wurden, wird durch die Erwähnung der “Stolpersteine” wettgemacht. Schön, dass Herr Demnig den Erlös seiner Aktionen den Verfolgten des Naziregimes zukommen läßt und nicht in die eigene Tasche wirtschaftet, oder sollte ich mich da etwa irren? Aber da Herr Haberger so ein politisch korrekter Mensch ist, wird er über den Verbleib der nicht unerheblichen Einnahmen aus der Montage der Stolpersteine nicht nachdenken.  Da geht man schon lieber auf Leute wie Herrn Schnur u. a. los, die entgegen dem Zeitgeist auf Mißstände hinweisen, die aus Political Correctness in bestimmten Kreisen grundsätzlich unter den Tisch gekehrt werden.
Ich kenne Herrn Schnur persönlich und weiß, dass er ein Mensch und Politiker mit einem gesunden Rechtsempfinden ist und über jeden Zweifel erhaben, was rechtes und rassistisches Gedankengut betrifft. Sie Herr Haberger, sollten sich fragen, ob Sie mit solchen Wortmeldungen beim “normalen Bürger” nicht eher das Gegenteil von dem erreichen, was Sie beabsichtigen.

H. Stöckl

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